Einwalzhinweise

Das Einwalzen entspricht dem Kaltwalzen von Blech. Das einzuwalzende Rohr kann somit auch als “endloses Blech” bezeichnet werden. Während des Einwalzprozesses durchläuft das Rohr zwei Phasen. Die erste Phase ist erreicht, wenn der Rohraußendurchmesser gleich dem Innendurchmesser der Bohrung ist. Man spricht hierbei von der “Anlagewalzung”. Die Anlagewalzung ist dann ausreichend, wenn das Rohr nach bereits erfolgter Schweißung nur noch angelegt werden soll, um Spaltkorrosion zu verhindern, die Walzstelle selbst aber keine Abdichtfunktion übernehmen muss. Weitet man das Rohr über das Anlagestadium hinaus auf,  erreicht man die zweite Phase und spricht vom “Dichtwalzen”. Diese Art der Einwalzung verhindert nicht nur die Spaltkorrosion, sondern übernimmt zusätzlich eine abdichtende Funktion.

Wichtig ist, dass die Aufweitung beim Dichtwalzen auf keine Fall so groß ist, dass durch übertriebene Materialverformung die Moleküle des Rohrmaterials ihre Kohäsion aufgeben. Das Rohrmaterial beginnt dann zu altern, evtl. zu blättern oder zu zerbröckeln, was zu Undichtigkeiten führen kann. Es besteht die Gefahr, dass beim Abdrücken die überwalzte Verbindung zwar standhält, jedoch unter Betriebsbedingungen schon nach wenigen Tagen versagt.

Da die Voraussetzungen zum richtigen Einwalzen durch Rohrabmessung, Werkstoff, Walzbreite, sowie Betriebsdruck bedingt werden, empfiehlt es sich, mehrere Walzversuche vorzunehmen, durch die man die richtige Haftaufweitung ermitteln kann.

Als Anhaltspunkt gelten:
Anlagewalzung : ca. 3 – 5% Haftaufweitung
Dichtwalzung : ca. 15 – 20% Haftaufweitung

Berechnung Haftaufweitung
(konventionelle Methode)

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Umrechnungstabelle Haftaufweitung
Konventionell / DIN 28187

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